Von Fans für Fans

MAREIKES ZAUBERHAFTER ARBEITSPLATZ IM ELBENWALD

Bewerbungsgespräch für einen Store am Flughafen. „Wenn Du Schüler in Hogwarts wärst, zu welchem Haus würdest Du gehören? Magst du eher Marvel oder DC? Welchen Kinofilm hast du dir zuletzt angeschaut und warum?“ Wer im Elbenwald arbeiten möchte, sollte Antworten auf diese auf den ersten Blick ungewöhnlichen Fragen haben. Denn Elbenwald ist ungewöhnlich.

Elbenwald am Düsseldorfer Airport
Der Store, der Keksdosen in Form von R2D2 aus Star Wars oder das Mondzepter von Sailor Moon im Sortiment hat, trumpft mit Dingen auf, „die niemand braucht, aber alle haben möchten.“ So beschreibt es jedenfalls Shopmitarbeiterin Mareike Schalley. Sie erzählt von ihrem spannenden Arbeitsalltag, in dem das Duzen übrigens Teil der Unternehmensphilosophie ist.


Schon beim Betreten des Shops weiß der Kunde kaum, wo er als erstes hinsehen soll. Auf den Verkaufstischen tummeln sich Figuren, Tassen und andere Gimmicks, T-Shirts liegen sauber zusammengefaltet in den Regalen, die Wände sind bis zur Decke vollbehangen. „Die Leute bleiben automatisch stehen, weil es bei uns so bunt und auffällig ist“, sagt Mareike lachend und gibt eine kurze Orientierungshilfe. In der einen Ecke sind Harry Potter Repliken, in einer anderen gibt es alles von Star Wars. Dazwischen Pokémons und andere Animes, Superhelden und Seriengadgets und auch ein großer Disneybereich darf nicht fehlen. Der wahre Schatz, im wahrsten Sinne des Wortes, verbirgt sich aber in einer Glasvitrine im Verkaufstresen: Die Schmuckkollektion.

„Ein absoluter Klassiker ist der eine Ring aus Herr der Ringe“, sagt Mareike und berichtet von einem jungen Pärchen, das sich die vergoldeten Schmuckstücke jüngst als Eheringe ausgesucht hatte. Daneben gibt es auch den Zeitumkehrer aus Harry Potter oder Ketten mit den Wappen aus Game of Thrones, eben je nach Geschmack.

Am Airport hat der Merchandise-Riese, wie Elbenwald sich selbst nennt, im Gegensatz zu seinen 34 anderen Shops in ganz Deutschland und Österreich es mit vielen Erstkunden zu tun. Da ist eine gute Beratung besonders wichtig, weshalb sich die Elbenwaldmitarbeiter stets „weiterbilden“. „Ich gucke schon mal 60 Folgen einer Anime-Serie, der ich so wirklich gar nichts abgewinnen kann, um mit dem Kunden auf Augenhöhe zu begegnen“, so die 33-Jährige. Überhaupt spielt die Kundenbetreuung eine wichtige Rolle im Elbenwald. Bei 15.000 Artikeln, die aus dem Onlineshop übrigens kostenlos in den Store am Flughafen geschickt werden können, ist die Auswahl groß. Am Airport selbst sind etwa 4.000 Produkte direkt erhältlich. Dem Unternehmen ist wichtig, dass die Verkäufer selbst leidenschaftliche Fantasy- oder Anime-Fans sind oder zumindest gerne Serien schauen. „Von Fans für Fans“ lautet die Devise. Man tauscht sich gern aus.

Gerade deshalb arbeitet Mareike gerne hier, sagt sie. „Die Stimmung ist super, man freut sich jeden Tag auf die Albeit. Und es ist einfach schön zu sehen, wenn erwachsene Menschen den Shop mit einem breiten Grinsen verlassen, weil sie sich gerade eine Kindheitserinnerung gekauft haben.“ Besonders häufig werde am Airport der Zauberstab von Harry Potter verkauft. Den gibt es in drei verschiedenen Verpackungen und wahlweise sogar mit integriertem Licht. Ein Zertifikat, das bestätigt, dass es sich um eine Original- Filmreplik handelt, gehört dazu. Aber auch T-Shirts laufen gut. Es kommt nicht selten vor, dass sich aus einer Reisegruppeauf den Weg nach Mallorca oder an den Goldstrand alle Mitglieder dasselbe kaufen. Auffallen werden sie mit den lustigen Caps, Shirts oder Bademoden auf jeden Fall.

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