Weltkonzern in der Region

KYOCERA-CHEF REINHOLD SCHLIERKAMP SCHÄTZT DIE NÄHE ZUM AIRPORT

Krankenhäuser haben sie, Banken und Sparkassen haben sie ebenfalls, Rechtsanwälte und Notare sowieso und  kirchliche oder gemeinnützige Einrichtungen brauchen sie auch. Drucker und Kopierer der Firma Kyocera sind aus dem modernen Geschäftsalltag schon lange nicht mehr wegzudenken. Wie so vieles, was der japanische Weltkonzern in seinen zahlreichen Sparten produziert. Schenkt man Branchenexperten Glauben, dann haben wir jeden Tag in unterschiedlicher Art und Weise Kontakt mit einem Produkt des Multiunternehmens aus Fernost.

ANA Dreamliner im Flug
Ein kleiner aber überaus erfolgreicher Teil der Firmengeschichte wird seit mehr als 30 Jahren bei Kyocera Document Solutions in Meerbusch geschrieben. Vom beschaulichen Osterath aus werden die Produkte in ganz Deutschland und Europa vertrieben. Mehr als 280 Arbeitsplätze sichert Kyocera mittlerweile in Meerbusch und in der Region. Tendenz steigend.

Seiner regionalen Verbundenheit und seiner Verantwortung für die Umwelt ist sich das Unternehmen trotz oder gerade wegen seiner internationalen Wurzeln sehr bewusst: Seit vielen Jahren ist Kyocera in guten wie in schlechten Zeiten eng verbunden mit der Fohlen-Elf aus Mönchengladbach und engagiert sich darüber hinaus bei der Renaturierung des Rheins. Seit Mai 2013 unterstützt Kyocera durch die CO2-Kompensation seines in Deutschland vertriebenen Originaltoners die Arbeit der Klimaschutzorganisation myclimate im kenianischen Siaya-Gebiet. Auf diese Weise konnte das Unternehmen bisher nicht nur knapp 43.000 Tonnen des Treibhausgases einsparen, sondern gleichzeitig auch die Lebensbedingungen von mehr als 53.000 Menschen verbessern.

„DAS REISEN GEHÖRT ZU UNSEREM ALLTAG“

Aber der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Ohne einen funktionierenden Vertrieb wäre das Unternehmen nicht so erfolgreich. „Auch im Digitalzeitalter werden Geschäfte zum Glück immer noch zwischen Menschen gemacht“, weiß Geschäftsführer Reinhold Schlierkamp, der dem Unternehmen seit 1999 vorsteht. „Deswegen gehört das Reisen hier bei Kyocera zu unserem Alltag. Jedes Jahr absolvieren meine Mitarbeiter und ich weit über 1.000 Flüge. Hinzu kommen ungezählte Reisen mit dem Auto oder mit der Bahn.“

Für Reinhold Schlierkamp ist die Nähe zum Flughafen ein absolut wichtiger Standortfaktor: „Ohne Flugzeug geht es in unserem Geschäft nicht. Wir sind viel unterwegs und bekommen bei uns in Osterath viel Besuch aus ganz Europa und natürlich auch aus Japan. Zum Flughafen sind es zwölf schnelle Kilometer. Die Anbindung ist für uns und für viele andere internationale Unternehmen hier in der Gegend essentiell. Ohne den Flughafen wären wir vermutlich nicht hier.“

Reinhold Schlierkamp weiß, wovon er spricht. Er selbst fliegt viel innerhalb Europas und war bereits über 60 Mal in Japan. Alle Reisen zusammengenommen, kommt er auf über ein Jahr, das er dienstlich in Japan verbracht hat. Alleine dieses Jahr war er bereits drei Mal zu wichtigen Meetings am Firmensitz in Osaka. Da verwundert es nicht, dass sich Reinhold Schlierkamp sehr über die Non-Stop-Verbindung zwischen Düsseldorf und Tokio freut, die die ANA seit dem vergangenen Jahr anbietet. „Ich fliege diese Strecke sehr, sehr gerne, weil es ein Nachtflug ist. Ich kann im Flugzeug schlafen und komme relativ ausgeruht in Japan an.“ Die ganze Reiserei sieht der Vielflieger, der in Mülheim an der Ruhr wohnt, immer noch sehr pragmatisch. „Ich arbeite oder schlafe an Bord, sitze am liebsten am Gang und reise, wenn möglich, immer nur mit Handgepäck. Den Jetlag habe ich nach all den Jahren ziemlich gut im Griff.“ Für den Notfall hat er immer ein Buch dabei. Einen „Luxus“ gönnt sich Reinhold Schlierkamp dennoch auf seinen vielen langen Reisen: „Zuhause sehe ich so gut wie kein Fernsehen. Im Flieger freue ich mich dann schon mal über einen interessanten, kurzweiligen Film.“

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