Der A350 hautnah

DUSMOMENTE-LESER MARKUS SCHULT                                       AN BORD VON SINGAPORE AIRLINES

Fragen hat er eigentlich keine. Im Grunde weiß Markus Schult schon alles über das Flugzeug. Nur drin war er eben noch nie, im A350 von Singapore Airlines.

Markus Schult
Daher schreibt der 40-jährige Duisburger an DUSmomente und erzählt von seinem Wunsch, das zurzeit modernste Langstreckenflugzeug der Welt einmal aus der Nähe kennenzulernen.
Kein Problem, denken wir vom Redaktionsteam. Schließlich ist Singapore Airlines dreimal die Woche am Rhein zu Gast. Immer dienstags-, freitags- und sonntagsvormittags. Da sollte sich ein Besuch einrichten lassen.

AUF TUCHFÜHLUNG MIT DEN SINGAPORE GIRLS

Ein Besuch, der alle Erwartungen übertrifft. Markus Schult nimmt auf dem Pilotensitz Platz.
In der Businessklasse testet er die geräumigen Ledersessel. Schult kann sogar einmal Probe liegen. Umgebaut zum komplett flachen Bett sind die Sitze stolze 1,98 Meter lang. Er schaut sich in der Galley, also der Bordküche, um. Wirft einen Blick in die Crew-Schlafräume. Und natürlich trifft er sie, die Singapore Girls in ihren einzigartigen Uniformen, den „Sarong Kebayas“.

Entworfen vor fast 50 Jahren von dem Pariser Designer-Pierre Balmain, ist es genau dieses Kostümkleid mit dem floralen Druck, welches den Flugbegleiterinnen eine Art Kultstatus sichert. Zusammen mit den perfekt sitzenden Frisuren. „Der Dutt hat bei allen dieselbe Größe“, verrät Susanne Harbrecht, Senior Public Relations Officer bei Singapore Airlines, Markus Schult. „Da wird sogar mit dem Lineal nachgemessen. Alles muss sitzen. Das lernen die angehenden Stewardessen bereits während der Ausbildung.“

FASZINATION A350

Doch zurück zum Flugzeug. Es verfügt über eine Drei-Klassen-Konfiguration – mit 42 Sitzen in der Business-, 24 in der Premium Economy- und 187 in der Economy-Class. Macht insgesamt 253 Sitzplätze. Die Innenausstattung sieht Markus Schult, der seit fast neun Jahren als Kaufmann in der PC-Dateneingabe bei den Duisburger Hüttenwerken Krupp Mannesmann tätig ist, an diesem Tag zum ersten Mal.

Über die Bauweise des Jets weiß er schon länger Bescheid: „Kein anderes Verkehrsflugzeug hat mehr Kohlefaserverbundwerkstoffe in seiner Rumpf- und Tragflächenstruktur verbaut als der A350“, erklärt der Luftfahrtenthusiast. „Daher spricht man hier von einem Leichtbaujet. Diese Tatsache und die modernste verbaute Technik, machen ihn für mich so interessant. Genau deswegen wollte ich ihn mir unbedingt noch einmal aus der Nähe ansehen.“

Noch einmal sehen? Ja. Denn ein erstes Kennenlernen gab es bereits. Bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung, der ILA Berlin Air Show, im vergangenen Jahr im Juni. Als großer Airbus-Fan hat Markus Schult sich dort über die Bauweise und die Technik des A350 informiert. Konnte einen ersten Rundgang machen um die zweistrahlige Maschine. Sie bei einer Flugshow hoch am Himmel bewundern. „Das war schon toll“, erinnert sich Markus Schult. „Den A350 und seine Crew nun aber hier am Düsseldorfer Airport hautnah zu erleben, das ist einfach einmalig.“

ABFERTIGUNG AUS NÄCHSTER NÄHE

Und es wird noch „einmaliger“. Denn Schult bekommt auch die Abfertigung der Maschine aus der ersten Reihe mit. Er streckt beide Daumen in die Höhe – und genießt. Ganz genau und in aller Stille beobachtet er, wie der Singapore Airlines-Jet betankt wird. Wie das Catering angeliefert und das Gepäck verladen wird.

Das Highlight schließlich: der Pushback-Vorgang. Der A350-900, der wie immer an einer Finger-Position direkt am Terminal steht, wird dabei von einem Schlepperfahrzeug nach hinten geschoben, bis er in einer Position steht, von der aus es aus eigenem Antrieb dann vorwärts weitergeht. Und da steht er dann. Einer von zwölf A350, die die Airline aktuell im Dienst hat. Alle tragen sie den dunkelblauen Singapore Airlines-Schriftzug. Auf dem Heck den stilisierten, goldenen Vogel. 66,8 Meter ist die Maschine lang. Die Flügelspannweite ist nur um weniges kürzer: Sie beträgt 64,75 Meter. Majestätisch wirkt er. So kurz vor dem Abflug zum Changi Airport des Insel- und Stadtstaats südlich der malaiischen Halbinsel.

Ob Markus Schult selbst schon einmal in Singapur war? „Leider nicht. Aber gemeinsam mit Thailand und Australien steht Singapur ganz oben auf der Wunschliste meiner Flugziele.“ Der nächste Flug vom Düsseldorfer Airport geht für den Duisburger und seine Familie aber nun erst einmal nach Mallorca. Zwar nicht im A350. Auf den Flug freut er sich aber trotzdem schon sichtlich: Wieder gehen beide Daumen in die Luft.

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