Gemeinsam gegen die Pandemie

DER KOORDINIERUNGSSTAB CORONA

Seit dem 25. Juli steht Besel Genctürk am Corona Testzentrum im Sicherheitsbereich des Düsseldorfers Airports. Im Schichtdienst mit zwei weiteren Kollegen der Flughafen Düsseldorf Security GmbH lenkt er die Passagiere zu den Anmeldestationen und überwacht Maskenpflicht sowie Abstandsregeln.

Mitarbeiter des Abstrichzentrums
Das Corona-Abstrichzentrum wurde Ende Juli im Auftrag des Gesundheitsministeriums NRW (MAGS) und in Kooperation mit eben diesem Ministerium und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) innerhalb von 72 Stunden errichtet. Im Zuge der inzwischen geltenden Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten wurden über Nacht die Kapazitäten vor dem letzten Ferienwochenende sogar noch ausgeweitet.

OBERSTES ZIEL: BESTMÖGLICHER SCHUTZ

Genctürk steht in der ersten Reihe und damit auch im direkten Austausch mit den ankommenden Reisenden: „Die Teststation war zunächst für alle neu und einige Passagiere sind natürlich auch verunsichert. Da müssen wir schon die eine oder andere Frage beantworten. Oft müssen wir zum Beispiel kurz erklären, dass die Teststation ein Angebot ist. Und ein Test auch in den folgenden drei Tagen zum Beispiel beim Hausarzt nachgeholt werden kann“, beschreibt er seine Arbeit, die aber auch das Ende einer langen Prozesskette ist.

Startpunkt war der Koordinierungsstab Corona am Düsseldorfer Flughafen. Seit Beginn der Pandemie wurden hier im wöchentlichen Austausch Konzepte entwickelt und validiert. Und das über alle Abteilungen hinweg: Terminal- und Gebäudemanagement, Arbeitssicherheit, Notfallmanagement und viele mehr. Alle Beteiligten haben neue Entwicklungen bewertet, daraus Maßnahmen abgeleitet und Verantwortlichkeiten an den Schnittstellen festgelegt. Oberstes Ziel war und ist der bestmögliche Schutz von Mitarbeitern, Partnern und Passagieren vor einer möglichen Infektion mit COVID-19.

ERSTE BEWÄHRUNGSPROBEN

Erste Bewährungsprobe waren die steigenden Fluggastzahlen zu Beginn der Sommerferien. Im Fokus stand dabei die Umsetzung hygienischer Maßnahmen. Counter und Arbeitsplätze mit direktem Kundenkontakt wurden mit Schutzscheiben ausgestattet, Spender zur Handdesinfektion aufgestellt und die Reinigungsintervalle der sanitären Einrichtungen an das Passagieraufkommen angepasst. „Mit dem Restart zu Beginn der Sommerferien waren wir sehr zufrieden“, sagt Stefan Bunthoff, Leiter Zentrales Infrastrukturmanagement am Düsseldorfer Flughafen, der auch als Leiter des Koordinierungsstabs fungiert. „Unsere wochenlange gemeinsame Arbeit hat sich bewährt, inzwischen greift ein Rädchen ins andere.“

Nur wenige Wochen nach der ersten Bewährungsprobe folgte schon die nächste: Das Corona-Testzentrum musste innerhalb von drei Tagen aufgebaut werden. „Morgens habe ich die Einladung zum Termin erhalten, mittags bereits den Auftrag“, erinnert sich Inga Wolf, bauliche Projektleiterin, an den Startschuss. Dann wurden Genehmigungen eingeholt, Abstimmungen koordiniert, Material bestellt, Stellwände aufgebaut, Kabel verlegt. 72 Stunden später stand das Testzentrum. „Eine riesige Herausforderung, in unglaublich kurzer Zeit. Das geht nur, wenn man sich auf das gesamte Team immer verlassen kann. Wenn der Austausch immer funktioniert, wenn der eine weiß, was der andere tut. Und wenn alle Kollegen über Erfahrung und Routine verfügen“, freut sich Wolf über die Leistung des circa 30-köpfigen Teams.

TÄGLICHE ÜBERPRÜFUNG DER MASSNAHMEN

Stichwort Erfahrung: Hier konnten vor allem die Kollegen aus dem Terminalmanagement auf gelernte Prozesse zurückgreifen. Denn wie schon beim Restart galt es, die Lenkung der Passagiere durch Beschilderungen, Durchsagen und Servicepersonal sicherzustellen, Fluchtwege und Brandschutz zu gewährleisten sowie als Schnittstelle zu allen Abteilungen inklusive zur Bundespolizei und zum Zoll zu fungieren. Die beteiligten Kollegen sind nach wie vor täglich vor Ort und überprüfen, wo nachgebessert werden kann.

Für den Alltag bedeutet das auch, dass nicht nur am Testzentrum, sondern im gesamten Terminalbereich alle Maßnahmen täglich überprüft werden müssen: Ist ausreichend Desinfektionsmittel in den Spendern, sind alle Plakate noch an Ort und Stelle und sind die Vorschriften darauf noch aktuell? Und: Halten sich auch die Passagiere an die Maskenpflicht und die Abstandregeln?

„Die Erfahrungen aus dem Aufbau und dem operativen Betrieb im Terminalmanagement fließen dann auch in unseren Koordinierungsstab ein“, sagt Stefan Bunthoff. „Sicherlich werden wir in den kommenden Wochen noch die eine oder andere Herausforderung meistern müssen. Aber dafür sind wir gut aufgestellt“, blickt Bunthoff positiv in die Zukunft.

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