Flauschiger Feinschmecker

KOALA GOONIS LEIBSPEISE WIRD EINGEFLOGEN

Zufrieden dreinschauend hockt Gooni auf einer Astgabel und kaut genussvoll auf einem Eukalyptusblatt herum. Doch damit die junge Koaladame sich seelenruhig den pelzigen Bauch vollschlagen kann, bedarf es einigen Aufwands. Das Futter, das Gooni und die sechs anderen Koalas im Duisburger Zoo täglich frisch von ihrem Tierpfleger Mario Chindemi serviert bekommen, wächst nämlich etwa 7.600 Kilometer entfernt im sonnigen Florida.

Mario Chindemi
Wie gut, dass es am Düsseldorfer Flughafen eine Direktverbindung nach Miami gibt, mit der das duftende Grünzeug ohne Zeitverlust und unter idealen Bedingungen seinen Weg in den Zoo findet.

„EUKALYPTUS ROBUSTA“ SEHR BEGEHRT

Donnerstagmorgen, 9:20 Uhr: Der Eurowings-Airbus A330 setzt nach guten zehn Stunden Flug sanft auf Düsseldorfer Boden auf. Jetzt muss alles ganz schnell gehen, denn der Eukalyptus wurde bereits am Tag zuvor auf der Plantage geerntet und soll möglichst frisch in Duisburg ankommen. Die zehn Kartons sind fix ausgeladen. In der Cargohalle des Flughafens kontrollieren Zollbeamte, ob alle Papiere in Ordnung sind. Dann kann Mario Chindemi die Ware in Empfang nehmen. Beherzt schneidet er einen Karton auf und vergräbt seine Nase im Grün. „Top Qualität, da werden sich die Koalas freuen“, sagt er und springt schon in den Lieferwagen.

Am Duisburger Zoo angekommen, sortiert Chindemi die einzelnen Bündel. „Es gibt über 700 Eukalyptusarten. Die einen haben große Blätter mit mehr Fasern, die anderen etwas mehr Nährstoffe. Wir bieten unseren Tieren täglich mindestens vier verschiedene Sorten an, damit sie ihrem Bedarf entsprechend wählen können“, erklärt der 54-Jährige. Besonders gern futtern die Duisburger Koalas den „Eukalyptus robusta“, den es heute zum Fototermin geben soll, damit sich Gooni von ihrer besten Seite zeigt. Chindemi kennt sich aus: Seit 1981 arbeitet er im Zoo, seit 2001 ist er Revierleiter der australischen Tiere. Mit geübten Griffen entwirrt er die Eukalyptuszweige, die anschließend gewässert werden und in die Kühlung kommen. Nur fünf Tage lang dürfen die Blätter verfüttert werden, danach würden zu viele Giftstoffe den empfindlichen Koalamagen stören.

QUALITÄT AUS FORT MYERS

Der exklusive Speiseplan der Beuteltiere ist kostspielig. Gooni und ihre Freunde fressen ausschließlich Eukalyptus und davon auch nur die Blattspitzen. Ein Tier verschlingt am Tag bis zu ein Kilo, der Rest der Stängel dient als Dekoration und Fallschutz im Gehege. Wegen der guten Qualität bezieht der Zoo Duisburg seinen Eukalyptus bereits seit Jahrzehnten von einer Plantage in Fort Myers. Um seine tierischen Nachbarn zu unterstützen, stellt der Düsseldorfer Flughafen den Transport mit einer Tierpatenschaft für Koalaweibchen Gooni sicher. „Darüber freuen wir uns sehr. Zwar haben wir auch eine eigene, kleine Plantage im Zoo, allerdings ließe sich der Bedarf damit nicht decken und die Koalas fressen auch viel lieber den Eukalyptus aus dem sonnigen Florida“, weiß Pfleger Chindemi.

So viel Aufwand trägt Früchte: Der Duisburger Zoo hat das größte Zuchtprogramm für Koalas in Europa. Bald soll auch ein Mann für die eineinhalbjährige Gooni in die Anlage am Kaiserberg einziehen. Ein passendes Männchen wurde bereits im Zoo in Edinburgh gefunden. Bei seiner Anreise über den Flughafen kann es sich dann schon mal ansehen, woher sein Futter zukünftig kommt.

BESUCHEN SIE GOONI!

Gooni und die anderen Tiere im Duisburger Zoo einmal selbst besuchen, und das bei freiem Eintritt: DUSmomente macht’s möglich und verlost 10x 2 Eintrittskarten. Schreiben Sie einfach eine E-Mail an dusmomente@dus.com. Übrigens: Vom 27. bis 29. Juli ist im Zoo „Australia Weekend“ mit vielen Informationsmöglichkeiten, Pflegern aus einem Koalakrankenhaus und mehr.

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