ZEHN FRAGEN AN IRENE HELLWIG LANGE

SINGAPUR

Seit Juli 2016 verbindet Singapore Airlines den Düsseldorfer Flughafen nonstop mit Singapur, dem Insel- und Stadtstaat südlich der malaiischen Halbinsel. Immer dienstags, mittwochs, freitags und sonntags hebt Flug SQ337 um 11:55 Uhr am Rhein ab, um zwölf Stunden und 40 Minuten später am Singapore Changi Airport zu landen.

Ein guter Grund, sich einmal auf den Weg in die Metropole mit den rund 5,5 Millionen Einwohnern zu machen. Irene Hellwig Lange hat uns im Gespräch verraten, warum Singapur immer eine Reise wert ist. 

An welchem Ort in Singapur muss man unbedingt gewesen sein, der nicht im Reiseführer steht?

HELLWIG LANGE Den einen Ort gibt es so für mich gar nicht – besonders spannend fanden wir einfach diese Gegensätze: Hier die moderne Marina Bay, die Kunstinsel Sentosa Island, die Orchard Road mit den glamourösen Shops. Dann die historischen Viertel wie Chinatown, Little India oder Kampong Glam, das arabische Viertel. Ungeachtet des schwülen Wetters sind Spaziergänge auch abseits der Touristenpfade reizvoll.

Ist es einem zu Fuß zu heiß, kann man problemlos in die MRT umsteigen und somit auch die außerhalb des Zentrums liegenden Attraktionen bequem erreichen, wie den Zoo mit der angeschlossenen Night Safari, den Jurong Bird Park oder den Botanischen Garten mit der Orchideenausstellung.

FRANKE  Welche kulinarische Spezialität muss ein Besucher in Singapur unbedingt probieren?

HELLWIG LANGE  Essen hat in Singapur eine ganz andere Gewichtung als bei uns. Anstelle von „Wie geht es Dir“, wird man dort gefragt: „Hast Du schon gegessen“. Die Mittagspause einmal aufgrund von Zeitdruck durcharbeiten? Das gibt es in Singapur daher nicht. Häufig isst man dann in einer der vielen Garküchen. Von indisch über malayisch und chinesisch bis hin zu europäisch, aufgrund der unterschiedlichen kulturellen Einflüsse ist die Auswahl groß. Daher: Einfach von der Nase und dem eigenen Geschmack leiten lassen. Für mich hieß das häufig, auch schon einmal direkt zum Frühstück eine herzhafte Nudelsuppe zu bestellen. Was für mich allerdings gar nicht in Frage kommt, ist Durian. Die Frucht stinkt fürchterlich, wodurch der Geschmack zur Nebensache wird.

 In welchem Viertel gibt es die ungewöhnlichsten Shops?

HELLWIG LANGE  Mein persönlicher Favorit: Der Bugis Streetmarket, einer der größten Straßenmärkte Asiens. Von Kleidung über Taschen und Souvenirs bis hin zu Snacks – dort stößt man auf viele nette und lustige Dinge.

 Was gilt derzeit noch als Insidertipp?

HELLWIG LANGE  Der höchste Pool der Welt auf dem Dach des Marina Bay Sands Hotels. Wer hier schwimmt, hat das Gefühl, über der Erde zu schweben. Das Schwimmbecken selbst ist zwar nur 150 Meter lang, befindet sich dafür aber in einer Höhe von 200 Metern. 

 
Um welche Fettnäpfchen muss ich als Tourist einen besonders großen Bogen machen?

HELLWIG LANGE  Auf gar keinen Fall sollte man seine Essstäbchen in seinen Reis oder die leere Reisschale stellen oder stecken. Das erinnert an die Räucherstäbchen bei einer Trauerfeier. Außerdem sollten die Stäbchen nicht überkreuz auf dem Tisch liegen. Das könnte als Ablehnung verstanden werden. Der optimale Platz dafür ist entweder waagerecht auf dem Reisschälchen oder direkt daneben auf speziellen Bänkchen.

 
Wo kann man eine kurze Auszeit nehmen, wenn man seine Ruhe haben möchten?

HELLWIG LANGE  Die Natur genießen, kann man zum Beispiel auf dem Mount Bukit Timah, mit 163 Metern die höchste Erhebung Singapurs. Oder auf dem Treetop Walk, einer Hängebrücke im MacRichie Naturreservat. Doch Vorsicht: Die Äffchen vor Ort schrecken nicht davor zurück, sich auch einmal an den Rücksäcken der Besucher zu schaffen zu machen. Der auf künstlichem Land angelegte Park Gardens by the Bay ist das neue Naherholungsgebiet der Bevölkerung und beherbergt das größte Glasgewächshaus der Welt.

 Unterwegs mit Kindern? Wo haben Familien den meisten Spaß?

HELLWIG LANGE  Flussfahrten sind ein Highlight für die ganze Familie. Beispielsweise im Rahmen einer Duck Tour. Die Rundfahrten mit dem Amphibienfahrzeug dauern rund eine Stunde. Das Besondere daran: Sie beginnen an Land und gehen dann über ins Wasser. So erhält man einen guten ersten Überblick über Singapur.

 Welches Wort, welche Redewendung sollte man in der Landessprache unbedingt beherrschen?

HELLWIG LANGE  Mit Englisch kommt man meistens gut voran, aber sehr „Singlish“ ist zum Beispiel das Wort „can“. Es wird gerne als Bitte der Zustimmung am Ende des Satzes angehängt und bedeutet soviel wie: Geht das? Ist das ok? 

 Was darf auf keinen Fall im Koffer fehlen, wenn man nach Singapur reist?

HELLWIG LANGE  Trotz der ganzjährig hohen Temperaturen empfiehlt es sich, immer eine Strickjacke oder einen Schal dabei zu haben. Zum einen sind die Shopping Malls oder generell viele Innenbereiche so stark klimatisiert, dass es einen in Sommerbekleidung – zumindest als Frau – leicht fröstelt. Zum anderen kann man sich so beim Besuch eines Tempels den religiösen Gegebenheiten entsprechend angemessen bedecken. Ebenso bewährt haben sich Erfrischungstücher für unterwegs - praktisch zum Beispiel, wenn man in einem der vielen Food Courts essen möchte.

 Welche Jahreszeit eignet sich am besten für einen Besuch?

HELLWIG LANGE  Das Klima in Singapur ist ganzjährig tropisch-heiß bei um die 30° Grad. Zwischen Oktober und Februar kann es durch den Monsun zu starken Regenfällen kommen. Abgesehen von der Jahreszeit bietet sich für alle, die gern Trubel mögen, ein Besuch rund um das chinesische Neujahr herum an. Dann ist Singapurs Chinatown ein einziges Spektakel.

beeindruckendes Singapur

Ihre Meinung zum Artikel

LESER DIESES ARTIKELS INTERSSIERTE AUCH…

Keine neue Geschichte verpassen!

Gerne benachrichtigen wir Sie per E-Mail, sobald ein neuer Artikel auf dusmomente.com erscheint.

Bitte melden Sie sich hier an:

Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Ihre Meinung interessiert uns.

Leserbrief schrieben