Marrakesch

ORIENT TRIFFT AFRIKA

So klein ist Marrakesch gar nicht, wie es auf den Fotos immer aussieht. Fast eine Millionen-stadt. 920.000 Menschen leben in der Metropole im Südwesten Marokkos. Marrakesch, das bedeutet in der Berbersprache „Das Land Gottes“ und tatsächlich bezieht sich der Name Marokko als Bezeichnung für den Staat auf diesen Stadtnamen. Marrakesch ist eine der vier Königsstädte; Fès, Meknès und Rabat sind die drei anderen. Alle vier waren schon mal Hauptstadt Marokkos, aktuell ist es Rabat. Doch zurück nach Marrakesch: Der Ort wurde bereits 1070 gegründet. Klingt nach viel Tradition, nach Museen und Moscheen, touristischen Pflichtpunkten und einem idealen Reiseziel für den Bildungsbürger, der mit seinem Reiseführer in der Hand die Sehenswürdigkeiten abhakt. Ist es aber gar nicht!

Frau mit rotem Schleier

MARRAKESCH IST KULT

Hollywood-Stars, der internationale Jetset sowie Party-und Wellness-Fans haben die Stadt entdeckt und kommen hierher, um sich sehen zu lassen, zu feiern oder zu entspannen. Marokko war schon immer ein Ziel für westliche Träumer. Die Beat-Generation und die Hippies kamen genauso wie die Superreichen und die Schauspieler.

Es galt und gilt wieder als schick und exotisch, sich in diesem orientalischen Land Afrikas aufzuhalten. Marrakesch ist eine Stadt scheinbarer Widersprüche. Die Freizügigkeit, mit der in den Clubs getanzt wird, hat nichts mehr mit den strengen Regeln des Islam zu tun. Das Wahrzeichen der Stadt ist und bleibt trotzdem das 70 Meter hohe Minarett der Koutoubia-Moschee.

LERNEN IM PARADIES

Wer von den Märkten und Clubs genug hat und eine Oase der Ruhe sucht, sollte die Medersa Ben Youssef mitten in der Stadt besuchen. Die ehemalige Kunsthochschule beherbergte über vier Jahrhunderte lang Studenten aus aller Welt. Der Studienort ist ein Meisterwerk der morgenländischen Architektur und erinnert eher an einen Palast als an eine Schule. Die Studenten müssen es damals sehr gut gehabt haben. Sie wohnten im Obergeschoss des 1.500 Quadratmeter großen Gebäudes, die Medersa Ben Youssef war die größte islamische Hochschule ihrer Zeit. Mehr als hundert Zimmer standen für die Wissbegierigen aus allen sozialen Schichten zur Verfügung.

RIAD ODER HOTEL?

Wer heute als Besucher in Marrakesch übernachten möchte, hat die Wahl zwischen zahlreichen Hotels aller Preisklassen und Stile. Wir empfehlen Ihnen allerdings, mal ein Riad auszuprobieren. Das sind traditionelle, marokkanische Häuser mit Innenhof oder Garten. Die großen Hotels liegen außerhalb, die meisten Riads innerhalb der Stadtmauern. Auch diese Art der Unterkunft, von der es mehr als 500 in der Stadt gibt, werden von „einfach“ bis „Luxus“ angeboten. Das Riad El Mensour mitten in der Medina, der Altstadt von Marrakesch, ist eines davon. Das Haus mit seinen sechs Zimmern gehört mit Sicherheit in die Luxuskategorie. Statt Zimmernummern gibt es Namen, wie Jasmine, Azure oder Jonquil. Infos und Buchungen unter riadelmensour.com.

Riad ist übrigens auch der Name der marokkanischen Währung. Kleiner Tipp in diesem Zusammenhang, falls Sie auf einem der zahlreichen Märkte etwas kaufen wollen: Den erstgenannten Preis mindestens auf die Hälfte herunterhandeln, sonst macht es gar keinen Sinn. Die Händler wollen Sie mit dem ersten, überhöhten Angebot keineswegs über den Tisch ziehen. Es gehört einfach zum Spiel dazu und ist fester Bestandteil eines Rituals. Wenn Sie nicht handeln, wird dies möglicherweise sogar als Beleidigung missverstanden!

Noch immer keinen Appetit auf einen Trip nach Marrakesch bekommen? Die Air Berlin-Flüge – immer freitags und montags – sind wie geschaffen für ein verlängertes Wochenende, obwohl drei Tage natürlich viel zu knapp sind, um diese aufregende  Stadt zu entdecken. Sun Express Deutschland startet in diesem Winter ebenfalls neu nach Marokko. Geflogen wird jeweils sonntags.

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