London

Drei Airports, vier Airlines. Es gibt viele Möglichkeiten, um von Düsseldorf in die britische Hauptstadt zu fliegen. Ab dem 9. Februar 2019 fliegt Easyjet neu zum Flughafen Gatwick, schon länger steuern British Airways und Eurowings Heathrow an und fliegen Flybe und BA in die Docklands zum City Airport.

Brick Lane E.I.
Wir waren schon in der Themse-Metropole und empfehlen Ihnen im Meer der Möglichkeiten einen Besuch der Brick Lane.

POPULARITÄT DANK ROMAN

„Very delicious! Special price for you.“ Mit der Speisekarte versucht ein freundlicher Herr, Gäste in sein Restaurant zu locken. Wir sind nicht in Italien oder an einem Strand der spanischen Küste, sondern mitten in London.

Vom Ghetto zur Touristenattraktion. So könnte man die „Karriere“ der Brick Lane im East End bezeichnen. Sie führt von Bethnal Green im Norden durch Spitalfields bis Whitechapel im Süden und ist etwa einen Kilometer lang. Ihre ungeahnte Popularität verdankt die Brick Lane dem gleichnamigen Roman von Monica Ali, der 2003 erschien und schnell zum Bestseller wurde.

In dem Buch geht es um das Schicksal der jungen bengalischen Frau Nazneen, die mit 18 Jahren nach England kommt und versucht mit der Kultur des Landes zurechtzukommen. Der Roman wurde inzwischen verfilmt und die Brick Lane zum trendigen Ziel für London-Besucher. Die Straße gilt als das Herz der Bangladeshi-Gemeinde Londons, wird seit 2002 von den Behörden offiziell als Banglatown bezeichnet und ist für ihre zahlreichen südasiatischen Restaurants und ihren Straßenmarkt bekannt.

KUNST DER BESONDEREN ART

Was gibt es sonst noch auf dem relativ kurzen Stück und in der direkten Umgebung zu entdecken? Unübersehbar jede Menge Graffiti – oder Street- Art, wie diese Kunstform neuerdings weniger subversiv genannt wird. Hier im Londoner East End, wo 1888 Jack the Ripper sein Unwesen trieb, haben einige der besten Graffiti-Künstler der letzten Jahre die perfekte Leinwand gefunden. Sogar Größen wie Banksy haben ihre Kunst an den Wänden verewigt.

Die Brick Lane ist ein wahres Paradies für Anhänger von Second Hand Shops und Vintage-Läden. Mode, Schallplatten und Dekorationen warten auf Käufer. In „The Old Truman Brewery“, befindet sich der unterirdisch gelegene Brick Lane Market. Hier existiert ein Labyrinth mit Schätzen aus den vergangenen Dekaden. Wer kein Geld ausgeben möchte und etwas Ruhe sucht, dem empfehlen wir den „Nomadic Garden“. Dieser Gemeinschaftsgarten liegt neben dem Bahngleis in der Brick Lane und wird von Nachbarn und Freiwilligen aus der direkten Umgebung gepflegt. Hier finden regelmäßig Konzerte und Aufführungen statt oder man entspannt sich einfach bei einem leckeren Getränk.

CURRY WOHIN DAS AUGE REICHT

Ein Besuch der Brick Lane ist nicht komplett, ohne etwas Essbares probiert zu haben. Auf dem guten Kilometer Straße finden sich 50 verschiedene Curry-Restaurants. Wer nur Zeit für eins hat, sollte ins Aladin gehen, ein indisches Lokal der mittleren Preiskategorie, das angeblich auch zu den Favoriten von Prinz Charles zählt. Oder ins Shiraz Indian Restaurant. Hier wurde Mary Nichols zum letzten Mal bei einem Drink gesehen, bevor sie das erste Opfer von Jack the Ripper wurde. Der Laden hieß damals noch Flying Pan Club.

Wer trotz dieser oder anderer verlockender Angebote weder indische noch Bangladeshi-Küche probieren möchte, der findet in der Brick Lane Food Hall sicher etwas für seinen Geschmack. Auch internationale Küche wird in dem Gebäude der Old Truman Brewery von 1830 angeboten, von japanisch über italienisch bis ethiopisch oder polnisch.

Den Schrecken früherer Tage hat das Viertel um die Brick Lane heute längst verloren, ein Besuch ist heute ungefährlich. Wenn Sie mit der Londoner U-Bahn unterwegs sind, ist Aldgate East die nächste Station. Von hier aus sind es gut zehn Minuten Fußweg bis zur Brick Lane. Von der größeren Station Liverpool Street aus laufen Sie ein, zwei Minuten länger.

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