Ich packe meinen Koffer

„Ich packe meinen Koffer und nehme mit...“ Fast jeder kennt das Kinderspiel, bei dem reihum verschiedene Dinge in den imaginären Koffer gepackt werden müssen, die man sich merken muss. Doch für viele ist das Kofferpacken alles andere als ein Kinderspiel. Was unbedingt mit soll oder was zu Hause bleiben kann, beschäftigt manche schon Tage, mitunter Wochen im Voraus. Die Sorge, etwas Wichtiges zu vergessen, treibt auch im wahren Leben viele um. Klar, Reiseunterlagen, Zahnbürste oder Kreditkarte sind in der Regel allgegenwärtige Reisebegleiter. Auf vieles andere – stellt man nach einem Urlaub oft fest – hätte man gut und gerne verzichten können.

Familie mit Kofferkuli
Aber was ist eigentlich Ihr ganz persönliches und unverzichtbares Reiseutensil, das unbedingt mit muss? Wir haben uns im Terminal einmal umgeschaut und unseren Fluggästen genau diese Frage gestellt. Hier kommt die nicht repräsentative Auswahl:

UKULELE

Eine Ukulele ist eher selten ein wichtiger Reisebegleiter. Für Frauke Kordtomeikel und Roman Schmitz schon. Die beiden waren einen Monat mit dem Wohnmobil in Australien unterwegs. Die Ostküste entlang. In dieser Zeit hat ein befreundetes Pärchen in Deutschland geheiratet. Was tun, wenn man sich gerade am anderen Ende der Welt befindet und zur Hochzeit nicht kommen kann? „Wir haben einen Song komponiert, den Song mit der Handykamera am Strand aufgenommen und ihn per WhatsApp in die Heimat gesendet.“ Noch Fragen, warum eine Ukulele auf keinen Fall auf einer Reise fehlen darf?

Brauner Karategürtel

Gerhard Raue aus Bonn ist mit insgesamt 24 Sportskameraden vom Karateverein Okinawa-te unterwegs. Ihre Reise führt sie ins spanische Tarifa, der südlichsten Stadt des europäischen Festlands. Der ständig präsente Wind macht Tarifa eigentlich zur Surfhauptstadt Europas. Gerhard Raue und seine Vereinskollegen kommen aber nicht zum Wellenreiten, sondern wollen dort ein viertägiges Trainingscamp besuchen. Für uns greift Gerhard Raue ganz tief in seinen Koffer und holt den brauner Karategürtel heraus.

Sonnenbrillen

Nein, das hier ist keine Werbefoto für coole, neue Sonnenbrillen. Das sind Max, David und Maximilian kurz vor dem Check-in zu ihrem Flug nach Paris. Die drei Freunde aus Düsseldorf-Gerresheim wollen ihren gemeinsamen Freund in Paris besuchen, der dort politische Wissenschaft studiert. Die Wetterfrösche prophezeien 33°C und strahlenden Sonnenschein. Da darf die Sonnenbrille natürlich nicht fehlen.


Nackenkissen

Wie heißt das Ding eigentlich genau? Nackenkissen? Nackenstützkissen? Reisekissen? Egal. Für Meike Dannenhaus darf das aufblasbare Teil auf keinen Fall fehlen. Seit fünf Jahren reist die gebürtige Norddeutsche mit ihrem Freund durch die Weltgeschichte. Finanziert durch das Work & Travel- Programm. „Im Flugzeug kann ich auf den langen Strecken dann besser schlafen“, sagt die Vielfliegerin. Beide kommen gerade aus Thailand, sind seit 30 Stunden auf den Beinen und warten jetzt auf den Anschlussflug nach Hamburg, wo sie mal wieder heimische Luft schnuppern wollen.

E-Book-Reader

Ohne ihr E-Book geht Felicitas Rippelmeier nicht auf Reisen - zusammen mit vier Freundinnen, die nach ihrem Abi zurzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, gönnen sich die Mädels fünf spannende Tage auf Mallorca. Selbst in einer Partyhochburg wie Cala Ratjada hat sich Felicitas fest vorgenommen, im elektronischen Lesebuch zu schmökern.



Sonnenhut

Das ist der Klassiker im Koffer. Wer in den Badeurlaub fliegt, sollte einen Sonnenhut dabei haben. Larissa Hötten aus Wesel freut sich gemeinsam mit ihrem Freund auf einen einwöchigen Strandaufenthalt in Alanya. Die Wetterprognose für die türkische Riviera ist optimal. Nicht zu heiß und Sonne satt. Der Sonnenhut ist bereits am Airport im Einsatz. Dann verknittert er wenigstens nicht im Koffer.


Rucksack

David ist zum ersten Mal geflogen. Von München nach Düsseldorf. Der 7-jährige begleitet seinen Vater auf eine Dienstreise. Morgens ging’s von der Isar an den Rhein, abends dann wieder zurück. Dazu war noch nicht einmal Handgepäck nötig. Bis zum Rückflug haben Vater und Sohn aber noch gut drei Stunden Aufenthalt am Düsseldorfer Flughafen. Zeit zum Shoppen in den Airport Arkaden. Vater Denis kaufte für seinen Sohn einen Rucksack. Darin kann der Filius jetzt auch seine Jacke verstauen, für die es an diesem Tag viel zu warm war.

Lockenstab

Stefanie Huckschlag hat eigentlich lockiges Haar. Weil ihr das aber nicht so gut gefällt, glättet sie ihre Haare mit einem Lockenstab. So wohl auch in Barcelona. Denn dahin geht die Reise. Zwei der zehn Freundinnen vom Münsteraner Stammtisch haben den Trip organisiert. Und erst jetzt – beim Check-in – erfahren die anderen aus der Reisegruppe, wo es hingeht. Doch ganz egal, wohin die Reise auch gegangen wäre, Stefanie Huckschlag hat den Lockenstab immer dabei.

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