Hongkong

ASIEN FÜR ANFÄNGER

Vor nicht allzu langer Zeit zog es mich auf meine erste Fernreise überhaupt. Das Ziel: Hongkong. Zuvor bin ich nie in Asien oder in anderen fernen Ländern unterwegs gewesen, der Trip in die ehemalige Kronkolonie hatte etwas von Experiment und Selbstversuch zugleich.

Wie würde ich mit meinem Schulenglisch klarkommen? Reicht Englisch überhaupt um sich zu verständigen? Es hat gereicht. Obwohl Hongkong ein Teil von China geworden ist, gibt es aufgrund der britischen Vergangenheit keine Probleme, sich zu verständigen. Ich habe mich allein und selbstständig von Ort zu Ort bewegen können. Auf einem Transfer durch den Hongkong Harbour, der Kowloon von Hongkong Island trennt, mit der U-Bahn oder klassisch auf einer der alten Fähren. 
 

Dschunke
Bis auf das Hinterland, die so genannten New Territories, habe ich Hongkong hervorragend mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden können. Ein Ausflug dorthin stand unbedingt auch auf meinem Programm.

Einmal angekommen, ist nichts mehr von der dichtbesiedelten Metropole zu spüren, und Hongkong zeigt eine sehr idyllische, naturbelassene Seite. Aber auch im Zentrum der Millionenmetropole finden sich Oasen der Ruhe. Der Kowloon Park zum Beispiel, direkt an der pulsierenden Nathan Road gelegen. Erstaunlich, was auf engstem Raum alles geht.
 

Höhepunkt für jeden Hongkong-Besucher ist die steile Fahrt mit der Hongkong Peak Tram zum Aussichtspunkt auf den gleichnamigen Berg mit atemberaubendem Blick über die Stadt. Fantastisch!

Kulinarisch ist in Hongkong für jeden etwas dabei. Die vorsichtigen Reisenden werden vielleicht ein europäisches Restaurant bevorzugen. Die gibt es hier in allen regionalen Ausprägungen – vom Italiener bis zum Hofbräuhaus. Aber deswegen bin ich nicht hier. Ich suche ein unscheinbares, unter einer der vielen Rolltreppen liegendes Restaurant auf, dass in meinem Michelin-Guide empfohlen wurde. Erstaunlich: ein dreigängiges Mittagsmenü kostete gerade mal zehn Euro. In meiner Heimat müsste ich diesen Betrag schon für ein Glas Wein hinlegen, wenn das Michelin-Logo an der Türe prangt. An Hühnerfüße habe ich mich zwar nicht gewagt, aber Fishballs aus einer der vielen Garküchen haben mich dann doch gereizt und überzeugt. Bestellen funktioniert übrigens auch ohne kantonesische Sprachkenntnisse gut.

Zwischen den Märkten und dem Treiben der Geschäftsleute findet das Leben hier generell auf der Straße statt, die Wohnungen sind klein und oft außerhalb gelegen. Mich hat Hongkong sehr fasziniert. Es gibt noch viele Dinge, die ich nicht gesehen habe, die ich aber nachholen werde. Denn die nächste Reise nach Hongkong ist schon fest gebucht.

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